Olde Barg (Akelsbarg)

Ausgewählter Flurname:

Olde Barg


Gemarkung:

Akelsbarg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Olde Barg (Akelsbarg)


Erklärung des Flurnamens:

Der Name Olde Barg bezeichnet eigentlich das Gebiet der ersten 6 Siedler „bei dem sogenannten Akelsbarg“ nördlich der heutigen Boßelstraße an der Grenze zur Gemeinde Holtrop.

Hier liegt der Ursprung der späteren Gemeinde Akelsbarg.

Die Gemeinde Felde überließ hier 1784 der Preußischen Urbarmachungskommission Land für den Anbau und zur Kultivierung.

An der Grenze zur Gemarkung Holtrop siedelten ab 1787 die ersten sechs Kolonisten bei dem sogenannten „Akelsbarg“ entlang des Akelsbarger Weges. Es waren Hinrichs Hinrichs Jauken aus Felde als erster Siedler, Haye Willms, Jan Christophers, Gerd Weyers, Dirk Dirks und auf Holtroper Grund 1792 Reiner Janßen.

Ab 1825 siedeln sich weitere Kolonisten entlang des Akelsbarger Weges an. Ab jetzt unterschied man zwischen dem Olde Barg oder Oll Barg und der neuen Siedlung Nee Barg.

Heute wird mit Olde Barg ein Flurstück südlich der Boßelstraße mit der Hausnummer 21 bezeichnet. (3)


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Olde

(1) mnd. ôlt, olt, nnd. oolt, olt, „alt“. 1. „einen alten Zustand repräsentierend, schon lange genutzt“; 2. „ehemalig, nicht mehr vorhanden, nicht mehr in Funktion“ Hier: die Bezeichnung der älteren Siedlung.



2. barg

(2) mnd. berch, m., „Berg“



Quellen:

(1) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138
(2) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 240
(3) Uphoff, Bernhard, Besiedlung begann vor 200 Jahren - Ortswanderung, in: Friesische Heimat (Beilage zu: Anzeiger für Harlingerland), 1969, 4; Brandkassenakten der Ostfriesisch Landschaftlichen Brandkasse, Gemarkung Akelsbarg; Chronik Akelsbarg von Lehrer Grefke, 1938;


Autor(in):

Siefken, Gebhard


Letzte Änderung am: 15.11.2015

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