Ammersum (Ammersum)

Ausgewählter Flurname:

Ammersum


Gemarkung:

Ammersum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ammersum (Ammersum)


Erklärung des Flurnamens:

Ammersum liegt an der Kreisstraße 16 zwischen Filsum und Hollen. Der Ort befindet sich am Rand des Geestrückens, der sich von der Jümmeniederung in nordöstlicher Richtung bis über Remels hinaus erstreckt. Im Norden grenzt die Gemarkung an das Filsumer Hochmoor und im Süden fällt das Gelände ab zur Niederung des ehemaligen Verlaufs der Hollener Ehe. Dieser alte natürliche Vorfluter ist durch den Bau des Nordgeorgsfehnkanals in den Jahren 1827/28 ersetzt worden. Ein früheres Nebengewässer der Ehe bildete die Gemarkungsgrenze zu Velde.
Das Gelände der Gemarkung Ammersum hat eine Höhenlage von maximal 4,5 m ü. NN auf der Gaste bis unter 1,0 m ü. NN in der Niederung. Bei den höheren Lagen herrscht Sandboden vor, der durch langjährige Anreicherung mit Humus (Plaggenkultur) zu wertvollem Eschboden wurde. Die mittleren Lagen sind lehmige Sande bis sandige Lehmböden. In den Niederungen findet sich feuchtes Anmoor (Darg). Auch heute noch dominiert im Altort Ammersum die Landwirtschaft, während im Ortsteil Brückenfehn, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Moorrandkolonie entstanden ist, inzwischen andere Erwerbsquellen vorherrschen. Kirchlich ist das alte Dorf seit jeher Bestandteil des Kirchspiels Filsum, während die Kolonie Brückenfehn wegen der Nähe zu diesem Ort nach Hollen eingepfarrt wurde.
Erwähnt wird Ammersum bereits im 10. Jahrhundert in den Urbaren des Klosters Werden bei Essen als "Ambriki". Der Ort gehört damit zu den älteren Siedlungen auf der Ostfriesischen Geest. Seither hat sich der Name mehrfach gewandelt, über "Ombertza" (1447) und "Ammerse" (1599), bis 1645 der heutige Name Ammersum gebräuchlich wird.
Nach Arend Remmers, Von Aaltukerei bis Zwischenbergen, Leer, 2004, bedeutet der Name vermutlich "Lange Gemarkung am Gewässer".


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 30.06.2015

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