Glupe (Aurich)

Ausgewählter Flurname:

Glupe


Gemarkung:

Aurich

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830),
Deutsche Grundkarte

Glupe (Aurich)


Erklärung des Flurnamens:

Eine Glupe ist eine schmale, enge Straße. Glupe bezeichnet Doornkaat Koolman zufolge aber auch "eine enge Öffnung" oder "ein Schlupfloch und eine verborgene Ecke".

In Aurich ist Glupe der Name der Straße, die die Leerer Landstraße mit der Egelser Straße verbindet. Auf der Karte der Preußischen Landesaufnahme ist die Glupe als Weg eingezeichnet.

Hinrich Schoolmann führt in seinem Buch "Unsere liebe kleine Stadt - ein Gang durch das alte Aurich" noch die folgende Bedeutung von Glupe an, die ihm der Auricher Amtsgerichtsrat und Jäger Ernst Richnow mitgeteilt hat: „Eine Glupe ist eine Einrichtung, die zwischen zwei anfänglich weit auseinanderstehenden hohen Wällen begann, die immer enger zusammenliefen und schließlich in einem engen, mit Netzen überdeckten Endteil ausliefen, aus dem es kein Entrinnen mehr gab, nachdem das Nieder- und Flugwild mit Hunden hineingetrieben worden war.“

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass hier einst eine derartige Glupe vorhanden war, nach der später diese Straße benannt worden ist.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Glupe

nnd. glûpe, glûp, „Spalte, Ritze, Schlitz, enge Oeffnung, enge Gasse od. enger Gang, Schlupfloch, Schlupfwinkel, heimlicher Winkel, verborgene Ecke“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 643
Schoolmann, Hinrich, Unsere liebe kleine Stadt - ein Gang durch das alte Aurich, Aurich 1975, S. 78


Autor(in):

Ibbeken, Cornelia


Letzte Änderung am: 23.01.2018

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