Lobenbrüggen (Bühren)

Ausgewählter Flurname:

Lobenbrüggen


Gemarkung:

Bühren

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Lobenbrüggen (Bühren)


Erklärung des Flurnamens:

Die Flurbezeichnung Lobenbrüggen ist vermutlich durch einen Übertragungsfehler entstanden und nicht richtig. Auf der Karte von der geteilten Gemeindeweide Bühren von 1829 ist dieses Landstück als Boben Brügge gekennzeichnet und entspricht damit besser den dortigen Verhältnissen. Das Flurstück liegt etwas ausserhalb des Dorfes nördlich der Kreissraße 46 in Richtung Stapel. Es ist ein höher gelegenes Flurstück und erstreckt sich vom Spolser Vorfluter bis an den Lange Meerweg. Die Höhenlage dieser Flur beträgt teilweise zwischen neun und zehn Meter über NN und gehört damit zu den höchst gelegenen Flächen in der Gemarkung.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. boben, boven

oben, oberhalb



2. Brüggen

niederd. Brügge, ahd. brucca, Brücke, "Brücke", "bezeichnet nicht nur freitragende Konstruktionen über einen Wasserlauf, sondern manchmal auch dammartige Überbrückungen von Mooren und Sümpfen"



Quellen:

Jürgrn Byl / Elke Brückmann, Ostfriesische Wörterbuch, Plattdeutsch / Hochdeutsch, Leer 1992, S. 30
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 253; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 237, 238


Autor(in):

Brahms, Grete


Letzte Änderung am: 26.05.2011

Projektpartner