Mühle (früher) (Bühren)

Ausgewählter Flurname:

Mühle (früher)


Gemarkung:

Bühren

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Mühle (früher) (Bühren)


Erklärung des Flurnamens:

Die Bührener Mühle stand an der heutigen Landesstraße 24, Ecke Mühlenweg. Heute befindet sich dort das landwirtschaftliche Anwesen von Renke Schmidt. Die Mühle in Bühren zählte vermutlich zu einer der ersten Mühlen in Ostfriesland. Über den genauen Zeitpunkt der Errichtung der ersten Mühle sind bislang keine Belege gefunden worden. Auf der alten Landkarte "TypusFrisiae Orientalis" des Gelehrten Ubbo Emmius aus dem Jahre 1590/91 ist die Mühle schon verzeichnet. Die erste Mühle war eine Bockwindmühle aus Holz. Nach einem schweren Sturm im Dezember 1836 wurde die Mühle völlig zerstört. Die zerstörte Mühle wurde darauf durch eine Hockmühle, auch Erdholländer genannt, abgelöst. Im Jahre 1873 wurde die Mühle durch einen schweren Blitzschlag getroffen und brannte völlig nieder. Erst durch den darauf folgenden Mühlenneubau wurde aus der anfänglichen Bockwindmühle und dem späteren Erdholländer, ein Galerieholländer. Bis zum Jahre 1846 war die Bührener Mühle im Besitz der Kirchengemeinde Uplengen. Am 7. August 1846 unterschrieb Enne Renken Folkerts aus Großoldendorf einen Kaufvertrag und wurde neuer Besitzer der Mühle. Familie Folkerts war bis zuletzt im Besitz dieser Mühle. Als die Mühle zum Kriegsende 1945 durch Beschuss stark beschädigt wurde, folgte Ende der vierziger Jahre der Abriss.

Quellen:

Brahms, Grete, Bühren - Die Geschichte eines alten Geestdorfes und dessen Familien, Leer 2007, S. 33 - 35, 66 - 67, 69, 153


Autor(in):

Brahms, Grete


Letzte Änderung am: 04.05.2011

Projektpartner