Marschackers (Bühren)

Ausgewählter Flurname:

Marschackers


Gemarkung:

Bühren

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Marschackers (Bühren)


Erklärung des Flurnamens:

Bei dem Flurstück Marschackers handelt es sich um ein kleines Landstück auf der Gaste, das mit der Verkopplung der Gaste um 1900 verschwunden ist. Es lag im Bereich der Abzweigung des Meenkampweges vom Gastenweg. Es war ein niedriger gelegenes Gelände. Etwas oberhalb dieses Flurstückes befand sich noch bis in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts eine "Drinkeldobbe", eine Viehtränke. Der Flurname Marschackers deutet auf Wasser hin. Es kann sich dabei auch um eine sumpfige Senke handeln. Der Flurname ist heute nicht mehr bekannt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Marsch

Nicht nur an der Küste, sondern auch im Binnenland kommt Marsch vor: mariski - m. germ., alluviales Land bes. entlang von Wasserläufen, (M. Gysseling: Toponymisch Woordenboek..., Brüssel 1960, 678



2. Acker

"beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers"; ursprünglich: "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; Plural: Äcker: "Hinweis auf den ältesten Teil der Ackerflur (der Kernflur)"



Quellen:

Arend Remmers, schriftliche Auskunft vom Oktober 2011
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Brahms, Grete


Letzte Änderung am: 07.05.2017

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