Ackermoorfeld (Bagband)

Ausgewählter Flurname:

Ackermoorfeld


Gemarkung:

Bagband

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ackermoorfeld (Bagband)


Erklärung des Flurnamens:

Am Klostermoorweg gelegenes, zur Bietze hin abfallendes, ehemaliges Moorstück.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Acker

"beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers"; ursprünglich: "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; Plural: Äcker: "Hinweis auf den ältesten Teil der Ackerflur (der Kernflur)"



2. moor

Moor, Morast, Sumpf, Torfmoor; Niederungsmoor, lêg-môr: Im Gegensatz zum hôg-môr durch Verlandung von Gewässern entstanden, deren Pflanzen und Tiere nur wenig zersetzt werden, so dass ein nährstoffreicher Torf entsteht. Die Pflanzen erhalten ihre Nährstoffe aus dem Grundwasser.



3. feld

"Feldmark, Flur"; "in älterer Zeit das herrenlose freie Feld rings um die Dörfer, und zwar im Unterschied zur bebauten Ackerfläche und zum Waldgebiet"; nnd. Feld, "Ackerland, abgeteilte (kleinere) Ackerfläche, Beet"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108;
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 615; Brockhaus - die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 20. Auflage, 1796 – 1996;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 118; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 257


Autor(in):

Albert Kroon
  


Letzte Änderung am: 24.08.2011

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