Bunkehörn (Bagband)

Ausgewählter Flurname:

Bunkehörn


Gemarkung:

Bagband

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Bunkehörn (Bagband)


Erklärung des Flurnamens:

An der Grenze zu Strackholt gelegenes Flurstück, auf dem wahrscheinlich die im Jahre 1715 an der "Rind-Vieh-Seuche" verendeten Tiere verscharrt wurden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Bunke

Knochen; Hinweis auf die Knochen, der an der "Rind-Vieh-Seuche" (1715) verendeten Tiere, die wahrscheinlich auf diesen Landstück verscharrt wurden. Allein in Bagband verendeten 396 Tiere an dieser Seuche.



2. hörn

mnd. hoorn, nnd. Horn, "spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück", "Winkel, Ecke, Biegung"



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 254; Schulte, Erhard (bearb.), Kirchenbuch 1, Bagband;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 106, 107


Autor(in):

Albert Kroon
  


Letzte Änderung am: 13.05.2011

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