Ellerkemee (Bagband)

Ausgewählter Flurname:

Ellerkemee
( Ellerkmee )

Gemarkung:

Bagband

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ellerkemee (Bagband)


Erklärung des Flurnamens:

Vor dem Randkanal am Bagbander Teif gelegenes Wiesenland, auf dem vermutlich ehemals Erlen wuchsen.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Eller

Erle; Möglicherweise ein Hinweis auf ein Sumpfgehölz, denn die Erle wächst auch auf feuchten Böden und liefert zudem Holz für "Wasserbauten".



2. ke

Diminutivendung "chen"



3. mee

afries. mede, Heuland; eine Wiese, die nur zum Mähen bestimmt ist; "auch Bezeichnung für anmoorige Übergangsgebiete zwischen Marsch und Geest und für Feuchtwiesen"



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 47; Schöneboom, A., Geestdorf Hesel. Von seiner weiten Flur und ihren alten Namen, in: Ostfriesischer Hauskalender oder Hausfreund, 1958, S. 28-35;
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 195;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 136; Doornkaat Koolman, Jan ten,nWörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 585


Autor(in):

Albert Kroon
  


Letzte Änderung am: 15.09.2011

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