Eskenleg (Berumbur)

Ausgewählter Flurname:

Eskenleg


Gemarkung:

Berumbur

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Eskenleg (Berumbur)


Erklärung des Flurnamens:

Niedrig gelegene Ländereien im Bereich des durch Aussandungen entstandenen kleinen Sees nördlich der Hauptstraße und südlich der Ferienhaussiedlung. Das Land wird früher mit Eschen bepflanzt gewesen sein. Der Name könnte aber auch auf fruchtbares, zum Getreideanbau geeignetes Land hindeuten.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Esk / Esken

Ahd. ask, mhd. asch, ndl. esch; a) Esche, b) Espe.



2. Esch / Escher / Esk / Esken

Der Dorfacker, auch als "Gaste" bezeichnet. Fruchtbares und zum Getreideanbau geeignetes Land auf der Geest sowie auf leichtem Kleiboden.



3. Leg / Leegde

Mnd. lêgede, "Niederung, niedrig gelegenes Landstück, Wiese, Umland, Lehde"; nnd. Lägte, "das, was niedrig od. tief ist u. liegt, Niederung".



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 406 / 407; sowie Bd. 2, S. 459. 459.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 117 sowie S. 134. Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 29.04.2011

Projektpartner