Heerenweg (Berumbur)

Ausgewählter Flurname:

Heerenweg
( Herrenweg, Todtentrift )

Gemarkung:

Berumbur

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Heerenweg (Berumbur)


Erklärung des Flurnamens:

Weg von Berum durch den Fürstenwald zum Gehölz Königsfeld. Am südlichen Ende verläuft der Weg durch den Ortsteil Holzdorf an der Grenze zu Hage. Er erstreckte sich früher bis zum 1794/95 gebauten "Berumer-Vehn-Canal" und vor dessen Bau auch darüber hinaus. Houtrouw berichtet, dass vom Schloss aus ein Privatweg durch das Gehölz nach dem "Halben Mond" und dem Moor führte. Die auf dem Schloss bzw. der Burg Berum ansässigen Herrschaften sollen diesen Weg früher als Reitweg genutzt haben.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Heer / Herr / Herrschaft

Mnd. hêre, Herr; "Hinweis auf (ehemalige) adlige Grundherrschaft bzw. den Landesherrn. Mnd. herschop, nld. heerschap; Herrenwürde, Herrenstand; hehrer, hoher, erhabener, vornehmer Stand; Herrschaft, Herrenbesitz.



Quellen:

Houtrouw, O. G.; Ostfriesland – Eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit [1744], Nachdr. Leer 1974, S. 268. Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 77.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 18.05.2011

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