Bruunmees Wiek (Berumerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Bruunmees Wiek


Gemarkung:

Berumerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Bruunmees Wiek (Berumerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

In "Bruunmees Wiek" wurde das "r" von "Meer" assimiliert. Das "Bruunmeer", auch Braunes Meer genannt, war ein Hochmoorsee, der durch den Bau des Berumerfehnkanals und seiner Nebenkanäle (Wieken) trockengelegt wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. bruun

ostfr.-nd. (Adj.) braun



2. Meer

niederd. meer, Land- oder Binnen-See, stehendes Wasser im Gegensatz zu sê (Weltmeer, flutendes Wasser); aber auch: Sumpf, Moor; Hinweis auf einen verlandeten oder trocken gelegten See; Plural: Meerten



3. Wiek

Kanal im Fehngebiet; in-wîke: von der Haupt-wîke abzweigender Nebenkanal oder eine nach innen, ins Land hinein gegrabene wîke



Quellen:

Byl, Jürgen, Ostfriesisches Wörterbuch, Leer 1992, S. 31
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 136; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 592
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548
Rack, Eberhard, Berumerfehn - eine nicht typische Fehnsiedlung, in: Ostfreesland, Kalender für Jedermann, Norden 1979, S. 134-139


Autor(in):

Almuth Heinze-Joost


Letzte Änderung am: 07.06.2011

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