Fehnplatz (Berumerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Fehnplatz


Gemarkung:

Berumerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Fehnplatz (Berumerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Norder Fehngesellschaft bewirtschaftete einen großen landwirtschaftlichen Betrieb - in Ostfriesland auch "Platz" genannt - von 340 Hektar. Ein Teil des Landes war verpachtet, ansonsten wurde Ackerbau betrieben, es gab Grünland, Viehwirtschaft und Wald. (Rack 1979)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fehn

1. „Altfries. fane, fān, fēn m. n. bedeutet „Moor, Moorland““; „eine planmäßig angelegte Moorcolonie mit Torfgräbereien, u. […] einem schiffbaren Kanal.“; 2. mnd. venne, ven, vēn, f., n., „mit Gras oder Röhricht bewachsenes Sumpf-, Moorland, sumpfiges Weideland; in Marsch- und Moorgegenden […] mit Gräben umzogenes Weideland, Weidekoppel“; nnd. Fehn, Fenn, n., f., „Fehn, Moor“, nnd. Fenne, f., „abgefriedigtes Stück niedrigen Weidelandes (mit moorigem Untergrund)“



2. Platz

mnd. plas, m., „Platz, Stelle“, „öffentlicher Platz, Straße“; nnd. plâts, plâtse, „Platz, Stelle, Raum, Ort, Wohnort, Bauernhof“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 20; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches WörteScheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 118rbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 52;
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 337; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 727
Rack, Eberhard, Berumerfehn - eine nicht typische Fehnsiedlung, in: Ostfreesland, Kalender für Jedermann, Norden 1979, S. 140.


Autor(in):

Almuth Heinze-Joost


Letzte Änderung am: 10.10.2017

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