Scheltens Moor (Berumerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Scheltens Moor


Gemarkung:

Berumerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Scheltens Moor (Berumerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

"Scheltens Moor" ist ein abgetorftes Hochmoorgebiet, das unbewohnt ist und in der Nähe vom "Hager Feld" liegt. Es gehört zu den erst nach 1900 abgetorften Gebieten; nicht weit entfernt ist das Naturschutzgebiet "Ewiges Meer".

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schelten

Eigenname; bekannte ostfriesische Familie aus Hage und Berum (Schelten-Peterssen auf Schloss Nordeck in Berum), u.a. gehörte ein Peter Schelten zu den Ostfriesen, die sich freiwillig zur Kaiserlichen Ehrengarde Napoleons meldeten.



2. Moor

Moor, Morast, Sumpf, Torfmoor; Hochmoor, hôg-môr: Im Gegensatz zum lêg-môr durch Verwesung abgestorbener Moosschichten entstanden. Es erhält seine Feuchtigkeit allein durch Niederschläge u. kann eine Höhe von mehreren Metern erreichen.



Quellen:

Pladies, Harry, Ostfriesland im Zeitalter Napoleons, in: Die Leuchtboje, Heft 19, Leer o.J.
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 615; Brockhaus - die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 20. Auflage, 1796 – 1996


Links:

http://www.rhaude.de/napoleon/militaer/napoleon.htm

Autor(in):

Almuth Heinze-Joost


Letzte Änderung am: 12.07.2011

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