Stürenburgs Trift (Berumerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Stürenburgs Trift


Gemarkung:

Berumerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Stürenburgs Trift (Berumerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Benannt ist dieser Weg im Moorgebiet nahe des "Ewigen Meeres" nach Cirk Heinrich Stürenburg, der in mehreren Funktionen als Jurist und Rat beim Amt Berum tätig war. Stürenburg bewirtschaftete auch einen Musterhof bei Aurich. Möglicherweise war die "Stürenburgstrift" der Weg vom Stürenburgshof nach Berum.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Stürenburg

Eigenname; Cirk Heinrich Stürenburg, geb. 12.2.1798 in Aurich, gest. 11.1.1858 ebd. war Jurist, Kammerkonsulent, Rat, Verfasser des "Ostfriesischen Wörterbuchs" und innovativer Landwirt, der auf seinem Musterhof bei Tannenhausen (Stürenburgshof) eine neue Form der Moorkolonisation und Bodenbewirtschaftung erprobte.



2. Trift

mhd. trift, Trift; nfries. draft 1. Trift, Flur, Weide; "die Trift, als Ort, wohin Vieh zur Weide getrieben wird, und als Weg, auf welchem dasselbe dahin geht" 2. Weg, Durchfahrt, Einfahrt; "Überfahrtsweg über einen Deich"



Quellen:

Rösch, S. Die Ostfriesenfamilie Stürenburg, in: Ostfriesland, 1951, Nr. 1, S. 20-23; Ohling, Die Auricher Stürenburgs als Gelehrte und Sprachforscher, in: Heimatkunde und Heimatgeschichte, Aurich 1930, Nr. 1, S. 3-6.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116, 151; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 333


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/side.php?news_id=681&part_id=0&navi=11

Autor(in):

Almuth Heinze-Joost


Letzte Änderung am: 09.07.2011

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