An der siebten und sechsten Innwieke (Boekzetelerfehn)

Ausgewählter Flurname:

An der siebten und sechsten Innwieke


Gemarkung:

Boekzetelerfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

An der siebten und sechsten Innwieke (Boekzetelerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstücke nördlich der Siebten Inwieke, westlich des
Fehnkanals.
Übersetzung/Bedeutung: Für die Abfuhr des Torfes mussten die Moorflächen durch Seitenkanäle erschlossen werden. Die Fehnkolonisation wurde in den Niederlanden entwickelt und daher wurden auch die Fachbegriffe aus dieser Sprache übernommen. Das niederländische Wort "Wieke" bedeutet "Flügel". Damit ist hier der Flügelkanal oder Seitenkanal des Hauptkanals gemeint. Diese Seitenkanäle wurden in der Reihenfolge ihrer Anlage nummeriert.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Innwieke

in, hinein, inwendig, innen, binnen; in-wîke: nach innen, bz. ins Land oder Moor hinein gegrabene wîke od. Neben-Canal, der sich von der Haupt-wîke abzweigt



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 125, 133; Byl/Brückmann, Ostfriesisches Wörterbuch. Plattdeutsch/Hochdeutsch, Leer 1992, S. 59


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 21.12.2016

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