Aufschneidungswieke (Boekzetelerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Aufschneidungswieke


Gemarkung:

Boekzetelerfehn

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Aufschneidungswieke (Boekzetelerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Gegrabenes Gewässer in einem tiefliegenden Bereich
östlich der Boekzeteler Wieke.
Übersetzung/Bedeutung: Aufgrund der tiefen Lage konnte sich in diesem
Bereich nur Niedermoor entwickeln, das zum Torfstich ungeeignet war und
nur als feuchtes Grünland kultiviert werden konnte. Diese Flächen wurden
in der Regel nur zur Heugewinnung genutzt und wurden durch die Wieke
erschlossen, da hier nur ein Transport auf dem Wasserwege möglich war.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. wieke

von mnd. wîk, das Weichen, Entweichung, ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleinerer Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines grösseren Tiefes od. Canals, wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 710


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 21.12.2016

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