Boekzeteler Kloster (Boekzetelerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Boekzeteler Kloster


Gemarkung:

Boekzetelerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Boekzeteler Kloster (Boekzetelerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flur nordwestlich von Kloster Boekzetel.
Übersetzung/Bedeutung: Boekzetel war ursprünglich der Sitz des Benediktinerklosters Thedinga, vermutlich um 1190 gegründet, 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Der Besitz wird nach dem Umzug nach Thedinga vom Johanniterorden übernommen. Der Name wird 1319 erstmals genannt. 1499 wird das Kloster ein Außenhof der Hasselter Ordenskommende. Mit der Auflösung von Hasselt im Jahr 1528 gelangt der Besitz des Vorwerkes Boekzetel in den Besitz des ostfriesischen Grafenhauses. Es handelt sich um einen Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Klosters.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Boekzetel

Zusammensetzung des Rufnamens "Bohke" mit "Sate" bzw. "Setel", also "Wohnsitz des Bohke"



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Leer 2004 S. 37
Sgonina, Marc, Boekzetel – Benediktiner? vor 1319 Johanniter. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810. Teil 1-4. Bielefeld 2012, S. 90–91


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 10.10.2017

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