Meermeeden (Boekzetelerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Meermeeden


Gemarkung:

Boekzetelerfehn

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Meermeeden (Boekzetelerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurbereich südlich des Boekzeteler Meeres.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um tiefliegende Niedermoorflächen
im Bereich des Meeres, die früher nur als Meeden genutzt wurden und heute überwiegend Grünland sind.








Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Meer

afries. mere, mer, mar, mēr, m., n.‚ „Meer; stehendes Gewässer, Wasserloch“; mnd. mer, „großes Wasser, Meer, mare, offene See; Binnensee“; nnd. mêr, „Meer, hier speciell Land- od. Binnen-See, stehendes Wasser, im Gegensatz zu sê als Weltmeer od. dem fluthenden Wasser“



2. meede

mnd. mede, f. „Mähde, Heuland“, nnd. mêde, f. „Heuland bz. das Gras was darauf wächst, bz. eine solche Wiese, die gemäht wird, sowie auch das darin stehende zur Heugewinnung bestimmte Gras u. wird dieses Wort im Singular niemals von einem Stück Grünland gebraucht, sobald das Gras bereits geschnitten u. das Heu davon geerntet ist“; - „Unter dem Plural mêden versteht man indessen bloß einen grösseren Complex Wiesenlandes, welches wegen sumpfiger Beschaffenheit u. niedriger Lage fast ausschliesslich zur Heugewinnung benutzt wird u. ist es auch örtliche Benennung (ähnlich wie hamriek u. marsk) eines grösseren nur aus Wiesen- u. Heuland bestehenden Landstrichs“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 64; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 960; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 592
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 50; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 585


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 24.08.2017

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