Widden (Brinkum)

Ausgewählter Flurname:

Widden


Gemarkung:

Brinkum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Widden (Brinkum)


Erklärung des Flurnamens:

Der Gemarkungsteil mit dem Flurnamen "Widden" liegt in Brinkum östlich der Wege "Zwischen den Wällen" und dem "Jockkampsweg" und reicht im Osten bis an die Gemarkungsgrenze zu Holtland, die hier vom sogenannten "Ackerschloot" markiert wird. Es ist ein Gebiet, das zum Teil geackert, aber auch als Grünland genutzt wurde. Die Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1875 zeigt hier teilweise noch die Gewannstruktur mit langen, schmalen Äckern. Die "Widden" oder auch "Wirden" bzw. "Werden", wie sie anderenorts genannt werden, lagen meist ortsnah und dienten dem Anbau verschiedener Kohl- und Gemüsearten. Sie lagen in ihrer Nutzung zwischen dem Hausgarten und den Feldfrüchten.
Der Brinkumer Flurname "Widden" ist schon sehr früh "aktenkundig" geworden: Der Filsumer Geistliche Sibrand hat ihn in seinem Testament vom 8. Dezember 1447 bereits erwähnt. Quelle: Schöneboom, A., Brinkum Von seiner Flur und deren Namen, in: Unser Ostfriesland, Beiträge zur OZ Nr. 5/1955


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Widden

Nebenform von: Wi(e)rde, Werde; "erweitere Gärten eines Dorfes"; "Ihre Böden stehen auf der Mitte zwischen Garten- und Ackergrund." Daher auch häufig die Bezeichnung "Kohltuun".



Quellen:

Schöneboom, A., Brinkum. Von seiner Flur und deren Namen, in: Unser Ostfriesland, Beilage zur OZ, 1955, 5


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 18.12.2017

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