Dasen (Filsum)

Ausgewählter Flurname:

Dasen


Gemarkung:

Filsum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Dasen (Filsum)


Erklärung des Flurnamens:

Am nördlichen Ende des Kampweges liegt vor der Flurlage "Paporn" ein Stück Ackerland mit dem Namen "Dasen". Während der "Paporn" nach der Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1874 aus langen, schmalen von Nord nach Süd verlaufenden Ackerstreifen besteht, liegt der Dasen quer zu diesen in Richtung Ost - West. Außerdem bildet er nur einen vergleichsweise schmalen Gürtel vor den "Langen Paporn", die ursprünglich bis an den Achter Gasteweg reichten. Da nach Stürenburg und Doornkaat-Koolman die "Dasse" ein dickes, wollenes Tuch ist, mag es möglich sein, dass die Anordnung der kurzen Äcker des "Dasen" vor den "Langen Paporn" das Bild eines Halstuches hervorgerufen und zu der hier angewendeten Namensgebung geführt hat.
Der Flurname wird im Kirchenarchiv erwähnt:
"setzet er zu hypothec... vor das Capital der 10 thl. ein Dasen", 1672, (OSB Fi, S. 406).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dasse

"dickes, wollenes Tuch", holl., "Halsbinde, Halstuch"



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 30


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 05.03.2017

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