Die Ostende Dreißig Diemath (Filsum)

Ausgewählter Flurname:

Die Ostende Dreißig Diemath


Gemarkung:

Filsum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Die Ostende Dreißig Diemath (Filsum)


Erklärung des Flurnamens:

Nach dem "Theilungs Plan von der Gemeinheit Filsum das Stallbrügger Feld genannt" vom Mai 1824 (StAAU Rep. 244 C 7729) ist im äußersten Osten, an der Gemarkungsgrenze zu Lammertsfehn, ein Geländestreifen zur Größe von 30 Diemat nicht einbezogen worden. Es handelt sich dabei um die Ländereien westlich des "Dreißig-Diemat-Weges" nördlich der Hauptstraße. Dieses offenbar später aufgeteilte Gebiet des Stallbrügger Feldes wird auch in dem o.g. Teilungsplan "Osterende 30 Dimath" genannt. Der Name beinhaltet also offensichtlich eine Größenangabe der Flur und die Bezeichnung seiner Lage.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ost

mnd. Ôster, "östlich, im Osten gelegen"; nnd. Oster, "nach Osten gelegen"; "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Ende

„Endstück, abgelegenes Flurstück“



3. Diemath

„1 Diemat = ca. 56 Ar und 74 Quadratmeter“ (=5674 m2); „Altfries. deimeth n. „Demat, so viel, wie an einem Tag gemäht wird (Landmaß)““



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 256
Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 30; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 12


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 24.02.2018

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