Ostend (Filsum)

Ausgewählter Flurname:

Ostend


Gemarkung:

Filsum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ostend (Filsum)


Erklärung des Flurnamens:

Der östliche Teil der alten Ortslage von Filsum wird "Ostend" oder auch "Osterende" genannt, während der westliche "Westend" oder "Westerende" heißt. Entsprechend ist die Durchgangsstraße vom ehemaligen Bahnhof Filsum in Richtung Stallbrüggerfeld - Lammertsfehn (K 13), die Straße "Osterende". Offenbar haben die beiden Ortsteile früher einmal eigene Bauernschaften gebildet, denn bei der Aufteilung der Gemeindeweide im Jahre 1822 wurde diese ausdrücklich als zum Ost-Ende von Filsum gehörig angesprochen. Quelle: Staatsarchiv Aurich, Theilungsplan der Gemeindeweide von Ost-Ende Filsum.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ost

mnd. Ôster, "östlich, im Osten gelegen"; nnd. Oster, "nach sten gelegen"; "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Ende

„Strecke, Streifen von mehr oder weniger langer Erstreckung und Ausdehnung“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 117


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.01.2017

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