Abfindung der Strohder Schäferei (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Abfindung der Strohder Schäferei


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Abfindung der Strohder Schäferei (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

"Flächenausgleich als Abfindung für eine Schäferei, die am Stroot, einem Wald bei Friedeburg lag"
Auf den ehemaligen Dominialflächen nördlich des Hopelser Forstes, der 1744 unter Friedrich II. zum Staatseigentum erklärt wurde, hatte der Neffe von Carl Graf von Wedel, Carl Georg Graf von Wedel (1827-1898) als Abgeltung von Rechtsansprüchen auf Grund und Boden Personen mit neuen Flächen abgegolten. 1871 hatte der Graf die gesamte Fläche gekauft, um den heute bekannten Forst anzulegen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Strohd

mnd. strôt, "Wald, Buschwerk auf sumpfigen Boden, sumpfiges Gelände"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 148
Herzog, Christa, Einhundertzwanzig Jahre Carlgeorgsforst bei Wiesede, in: Friesische Heimat, Beilage zu: Anzeiger für Harlingerland, 1991, 10; BLO I, Aurich 1993, S. 358-359; fachliche Ergänzung: Bogena, Mathilde, Hesel.


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 21.12.2015

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