Colonat Albert Heeren Wittwe (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Colonat Albert Heeren Wittwe


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Colonat Albert Heeren Wittwe (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

Insgesamt 16 Kolonate sind im Norden der Gemarkung und am Rußlandweg verpachtet worden. Allen Kolonisten wurde nach dem Edikt von 1765 ein Kolonat mit den entsprechenden Kontrakten zugewiesen.
Dieses Kolonat wurde nach dem Kolonisten Albert Heeren benannt. Seine Witwe Gesche Catharina Egberts (1809-1864) übernahm das Kolonat nach seinem Tod.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Colonat

„Kolonie, lat. colonia, Vorwerk, Ansiedlung außerhalb des Mutterlandes, Kolonie. […] In Ostfriesland beginnen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Kolonisten mit der Urbarmachung der Ödlande, Heiden und Moore. Rechtsgrundlage ist das 1765 von Friedrich dem Großen erlassene Urbarmachungsedikt, das Ödländereien zu Staatseigentum erklärt und die innere Kolonisation in Ostfriesland vorantreibt. Die Kolonate werden den Kolonisten/Anbauern unter Einhaltung von Auflagen und Zahlung eines Zinses nach Freijahren in Erbpacht verliehen.“



Quellen:

Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 28
OSB Reepsholt, Teil 2, Nr. 2821, bzw. von Albert Heeren, Nr. 1474


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 21.12.2015

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