Drosten Garten (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Drosten Garten


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Drosten Garten (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

Der höchste Beamte, der Drost, der in der Burg wohnte und arbeitete, besaß außerhalb des Burggrabens einen Garten, in dem er Gemüse oder Sonstiges anbauen konnte. Namentlich bekannt sind die Drosten Engelmann und der Drost Helmer von Reepsholt (siehe Emmius, Ubbo, Friesische Geschichte, Bd. III., Paginierung 333 und 458, in der Übersetzung von Erich von Reeken). Die niederen Beamten, dazu zählten der Burggraf und der Pedell, wohnten außerhalb des Zingels.
Die Besetzung der Burg mit einem Verwaltungsbeamten erfolgte, als die Burg in den Besitz der Cirksena-Gräfin Theda überging.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Drost

höherer Beamter, Amtshauptmann, Schlosshauptmann



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 342; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 39


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 08.09.2017

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