Geikenkamp (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Geikenkamp
( Geigenkamp )

Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Geikenkamp (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

"Durch Düngung verbessertes Land" oder "Land im Besitz einer Familie Geiken"
In der Nähe der Katharinenstraße befindet sich dieses ehemals eingefriedete Flurstück, dessen Boden möglicherweise durch eine Düngung verbessert wurde. Auch die Bedeutung von Landstück im Besitz einer Familie Geiken wäre möglich.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Geiken

möglicherweise abgeleitet von mnd. geile, "die Düngung des Ackers"



2. kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 35
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 19.12.2015

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