Hohe Driesch (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Hohe Driesch
( Hogedreesch )

Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hohe Driesch (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

In der Nähe der heutigen Schule befindet sich dieses höher gelegene Grünland, das als Weideland genutzt wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hohe

mnd. hô, hôch, nnd. hoch, „hochliegend, erhöht liegend; herausgehoben, hervorgehoben, ausgezeichnet“; „Hohes Feld [..] oft Name für die „ältesten Ackerstücke“ einer Dorfflur, für die Kernflur.“



2. Driesch

mnd. drêsch, drîsch, m., 1. „ruhender Acker, unbebautes Land, das als Viehtrift dient“; nnd. Dreesch, Dreisch, Driesch, Dreesche, Dreeschen, m., f., n., „1. der ruhende Acker, welcher, ehe er neu aufgebrochen wird, als Viehtrift, zumal für Schafe dient. 2. eine wenig fruchtbare, unbebaute, als Trift benutzte Strecke, die nur spärlich mit Gras bewachsen ist“. – „Hinweis auf ehemalige Feldgraswirtschaft.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 115


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 23.12.2015

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