Klutenhauser Kämpe (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Klutenhauser Kämpe


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Klutenhauser Kämpe (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

Auf dem Flurstück Klutenhauser Kämpe am nordwestlichen Rand der Gemarkung befand sich die Burg Klutenhausen. Die Burg Klutenhausen war eine der sechs Burgen im Kirchspiel Reepsholt: Mengershuse, Eybenhuse, Hissenhuse, Klipphuse, Klutenhuse, Friedeburg.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klute

mnd. Klute, "Klumpen"; der Bezug zur Burg ist ungeklärt.



2. Kämpe

Plural von Kamp: mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 131; Eilers, Fr., Die ehemaligen Befestigungen im alten Amte Friedeburg, in: Niedersachsen. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1895, Berlin 1901, Nr. 8, S. 151-153;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 28.12.2015

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