Nordöstlich der Kluthkämpe (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Nordöstlich der Kluthkämpe


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Nordöstlich der Kluthkämpe (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

"Flurstück nordöstlich der ehemaligen Häuptlingsburg"
Auf dem Flurstück Klutenhauser Kämpe am nordwestlichen Rand der Gemarkung befand sich die Burg Klutenhausen. Die Burg Klutenhausen war eine der sechs Burgen im Kirchspiel Reepsholt: Mengershuse, Eybenhuse, Hissenhuse, Klipphuse, Klutenhuse, Friedeburg.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kluth

mnd. Klute, "Klumpen"; der Bezug zur Burg ist ungeklärt.



2. Kämpe

Plural von Kamp: mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 131; Eilers, Fr., Die ehemaligen Befestigungen im alten Amte Friedeburg, in: Niedersachsen. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1895, Berlin 1901, Nr. 8, S. 151-153;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 28.12.2015

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