Vor den Friedeburger Wiesen (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Vor den Friedeburger Wiesen


Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Vor den Friedeburger Wiesen (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

"Gebiet, das vor den Wiesen liegt, die wahrscheinlich bei einer Gemeinheitsteilung mit Marx den Friedeburgern zugesprochen wurden."
Zwei Flurstücke dieses Namens liegen östlich des Friedeburger Hopelser Weges. Das eine befindet sich im Norden; der Name weist auf das feuchte Grasland, das nur zum Heumachen genutzt wurde.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Friedeburg

Benannt nach dem Erbauer der Burg Fredo von Wangern oder auch Zusammensetzung aus mnd. vrede, „Friede“ und „Burg“. Die Friedeburg wurde von Friedrich II. 1763 abgerissen. Der Name wurde auf die Ortschaft übertragen, heute ist Friedeburg Sitz der Samtgemeinde und gehört zum Lk. Wittmund.



2. Wiese

mnd. wisch, wisk(e), f., „Wiese“; nnd. wiske, wisk, wisker, wiskerland, „Wiese, Wiesenland, niedrig gelegenes u. im Winter meist inundirtes Land, was meistens zum Heumachen und nur ausnahmsweise zum Beweiden benutzt wird“



Quellen:

Houtrouw, O. G., Ostfriesland. Eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1898/1891, Leer 1974, Bd. II, S. 167f; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 74
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 739; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 563


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 18.12.2015

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