Wieseder Sandkuhlen (Friedeburg)

Ausgewählter Flurname:

Wieseder Sandkuhlen
( Abfindung der Strohter Schäferei )

Gemarkung:

Friedeburg

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Wieseder Sandkuhlen (Friedeburg)


Erklärung des Flurnamens:

"Sandige Fläche in der Nähe der Gemarkungsgrenze zu Wiesede"
Früher, vor der Anpflanzung des Carl-Georg-Forstes ab 1871 gab es dort in der Nähe zum Dorf Wiesede sandige Flächen mit eingestreuten Kuhlen und Vertiefungen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wiesede

"wies, wisa, afries., Moor, Morast, Sumpf-, Niederungsland. ede, ithi, in der Bedeutung von reich an etwas. Wiesede war in früherer Zeit inselgleich von Ausläufern des Zentralhochmoores umschlossen. Wiesede, Ortschaft im Gemeindeverband Friedeburg (nach der Gebietsreform 1972), Lkr. Wittmund. Ursprung: mittelalterliches Geestdorf."



2. Sand

mnd. sant, "sandige Fläche, Gegend"; nnd. Sand, "Sand"; "Als Simplex = "sandiges Flurstück", als BW [Bedeutungswort] entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau."



3. kuhlen

Plural von Kuhle: mnd. kûle, „Grube, Vertiefung, Loch, Höhle“



Quellen:

Herzog, Christa: Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede - Beiträge zu ihrer Deutung, Aurich 2009, S. 29
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 592


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 20.12.2015

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