Gro▀oldendorfer Schloot (Gro▀oldendorf)

Ausgewählter Flurname:

Großoldendorfer Schloot


Gemarkung:

Großoldendorf

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Gro▀oldendorfer Schloot (Gro▀oldendorf)


Erklärung des Flurnamens:

Der Großoldendorfer Schloot ist ein Vorfluter 2. Ordnung. Er beginnt an der Hollsandsiedlung hinter den Haseblöken, verläuft am Unter Nordysweg entlang, fließt anschließend durch die Zwischenwallstücke, dann vom Waldweg kommend durch das Dorf und mündet danach in die Ehe. Es ist der Hauptentwässerungsgraben für große Flächen von Oldendorf. Im Unterlauf kommt noch der Zettschloot dazu. Der Wasserlauf wurde um 1970 ausgebaut. Seit der Zeit hat Oldendorf eine gute Entwässerung. Der Graben wird von der Sielacht Stickhausen unterhalten.

Vor der Aufteilung der Gemarkung im Jahr 1823 hieß der Großoldendorfer
Schloot "Siehlke" und war ein Nebenfluss der Holtlander Ehe. Der Nordgeorgsfehnkanal war damals noch nicht gebaut worden, deshalb mussten große Wassermassen aus dem Moorgebiet von den Entwässerungsgräben aufgenommen werden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schloot

mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches"; nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Weert ter Veen


Letzte Änderung am: 03.06.2015

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