In den Kuhlen (Gro▀oldendorf)

Ausgewählter Flurname:

In den Kuhlen


Gemarkung:

Großoldendorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

In den Kuhlen (Gro▀oldendorf)


Erklärung des Flurnamens:

Das Landstück „In den Kuhlen“ gehörte ursprünglich der Gemeinde.
Es war eine Heidefläche und diente den Einwohnern von Großoldendorf als Sandentnahmestelle.
1924 gründete der damalige Lehrer Rodemann einen Turnverein. Dem Verein wurde von der Gemeinde diese Fläche als Sportplatz zur Verfügung gestellt.
Nach 1945 kamen viele Flüchtlinge (Heimatvertriebene aus den Ostgebieten) nach Großoldendorf. Es wurde Wohnraum benötigt. Die Gemeinde brauchte ein Baugebiet und gab "In den Kuhlen" zur Bebauung frei. Heute stehen dort ca. 28 Wohnhäuser (Hollsand Siedlung).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kuhle

mnd. kûle, nnd. Kûle, Vertiefung, Senkung, Höhlung, Loch, Grube, Teich



Quellen:

Mündliche Überlieferung;
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 133; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 396


Autor(in):

Weert ter Veen


Letzte Änderung am: 19.11.2015

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