Alte Inwieke (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Alte Inwieke


Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Alte Inwieke (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: Dreigliedriges unfestes Kompositum

Deutung: Der Flurname Alte Inwieke, Balswieke oder Inwieke bezeichnet den Nebenkanal, der an die Hüllenerwieke gegraben wurde um das Hochmoor zu entwässern, den Torf abzutransportieren und Dünger auf die kultivierten Länder zu bringen. Natürlich diente diese Wieke auch dem Personentransport. Bereits auf der ersten Karte von 1636 ist ein Haus mit dem Namen Balz verzeichnet. Der Nebenkanal führte ursprünglich von diesem Haus zur Hüllenerwieke.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Inwieke

Ostfr. Nd „in-wîke, eine nach innen, bz. ins Landod. Moor h i n e i n gegrabene wike od. Nebencanal, der sich von der Haupi-wlke abzweigt […] Nld. inwijk = inham etc.“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 2, S. 133).



2. Wieke

„Von mnd. wîk, „das Weichen, Entweichung“, „ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleinerer Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines grösseren Tiefes od. Canals, wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 5, S. 710).



Quellen:

Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.
Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 04.01.2016

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