Bookweitenkamp (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Bookweitenkamp


Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Bookweitenkamp (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: Dreigliedriges festes Kompositum

Deutung: Es handelt sich um ein mit Buchweizen bestelltes Feldstück, das zum Schutz des Getreides vor Viehfraß eingehegt wurde.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Bookweiten

„bôkwete, -weite m. Buchweizen Polygonum Fagopyrum“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 1, S. 376).



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück", mnd. kamp, m., „ein eingezäuntes Feld, als Ackerland, Weide, Wiese, Hölzung etc. dienend, entsprechend dem fries. ham.“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 2, S. 423. Ostfr. Nd. „kamp, m., „(Plur. kampen u. kämpe), ein mit Wällen (bei Aurich) od. Gräben (bei Norden) umschlossenes Stück Land od. Feld, gleichviel ob zur Weide od. zum Getreide- u. Gemüse-Bau benutzt“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 2, S. 165).



Quellen:

Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.
Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 06.01.2016

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