Deepstück (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Deepstück


Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Deepstück (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: Zweigliedriges festes Kompositum

Deutung: Der Flurname weist auf die niedrige Lage des Feldstückes hin. Ohne Drainage wäre es noch immer sehr nass.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Deep

„Mnd. dêp, „tief“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 1, S. 506). „Nnd. deep, „tief“ – „Etwa = „tief gelegen“, evtl.mit dem Nebensinn „feucht, dreckig“ (SCHEUERMANN 1995, S. 114).



2. Stück

N. „Teil eines Ganzen, für sich bestehendes, eigenes Ganzes, gezähltes Exemplar“ (KLUGE 2002, S.1385). „Stük, Stück, ein Theil od. Bruchstück von Etwas, Brocken etc. od. auch ein einzelnes, von der Gesammtheit abgetrenntes u. für sich bestehendes, ungeteiltes Etwas, Klumpen etc.“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 3, S. 350). „Mnd. Stucken Stück, Theil eines Ganzen (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 4, S. 445). „Mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“ (SCHEUERMANN 1995, S. 148).



Quellen:

Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.
Scheuermann, Ulrich: Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte. Melle: Ernst Koth.
KLUGE, F.: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. (24. Aufl.). Berlin, New York.
Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 06.01.2016

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