Feldstücke (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Feldstücke


Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Feldstücke (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: zweigliedriges festes Kompositum

Deutung: Das Flurstück liegt im Außenbereich der Gemarkung Hüllenerfehn. Auf neueren Karten liegt es außerhalb der Gemarkung. Der Flurname ,Feldstück‘ zeigt an, dass es ein offenes Feld war, welches vor der Gemeinheitsteilung zum Gemeinbesitz des Dorfes gehört hat. Es wurde aus dem freien Feld ausgegliedert und in Kultur genommen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Feld

„Mnd. velt, n. (Das freie offene Feld)“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 5, S. 228) Ackerland, abgeteilte (kleinere) Ackerfläche, Beet, offene Gemarkung, die (bebaute und/oder unbebaute) Flur“ (SCHEUERMANN 1995, S. 118)



2. Stück

N. „Teil eines Ganzen, für sich bestehendes, eigenes Ganzes, gezähltes Exemplar“ (KLUGE 2002, S. 1385). „Stük, Stück, ein Theil od. Bruchstück von Etwas, Brocken etc. od. auch ein einzelnes, von der Gesammtheit abgetrenntes u. für sich bestehendes, ungeteiltes Etwas, Klumpen etc.“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 3, S. 350). „Mnd. Stucken Stück, Theil eines Ganzen (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 4, S. 445). „Mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“ (SCHEUERMANN 1995, S. 148).



Quellen:

Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.
Scheuermann, Ulrich: Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte. Melle: Ernst Koth.
KLUGE, F.: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. (24. Aufl.). Berlin, New York.
Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 06.01.2016

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