Fennenkamp (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Fennenkamp


Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Fennenkamp (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: Zweigliedriges festes Kompositum

Deutung: Das Flurstück ist niedrig gelegen und durch eine Wallhecke eingehegt. Der Untergrund war ursprünglich nass und moorig.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fenne

„Ein abgefriedigtes Stück niedrigen Weidelandes (mit moorigem Untergrunde). F. Fehn, afr., agf., schwed., isl. und engl. fen“ (STÜRENBURG 1857, S. 52) „niedriges Wiesenland mit moorigem Untergrund, was hauptsächlich zum Beweiden benutzt wird […] Afries. fenne, fene; wfries. finne; nfries. fehn; nd. vin; mnd. fenne; nld. ven, veene, ags. faen, fen; engl. fen (Sumpf, Moor, Torfland, Marschland)“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 1, S. 437).



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück", mnd. kamp, m., „ein eingezäuntes Feld, als Ackerland, Weide, Wiese, Hölzung etc. dienend, entsprechend dem fries. ham.“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 2, S. 423. Ostfr. Nd. „kamp, m., „(Plur. kampen u. kämpe), ein mit Wällen (bei Aurich) od. Gräben (bei Norden) umschlossenes Stück Land od. Feld, gleichviel ob zur Weide od. zum Getreide- u. Gemüse-Bau benutzt“ (DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 2, S. 165).



Quellen:

Stürenburg, Dirk Heinrich: Ostfriesisches Wörterbuch, Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1972: Schuster.
Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.
Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 06.01.2016

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