Lammertsfenne (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Lammertsfenne
( Adams Fenne )

Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Lammertsfenne (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: zweigliedriges festes Kompositum

Deutung: Dieses Flurstück liegt auf dem Niedermoor und zeigt durch den Flurnamen seinen Besitzer an. 1873 gehörte das Flurstück Harm Lammers, Itzenga (REP 233, 23, REP 233, 398).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Lammerts

Ostfriesischer Name (TAMMENA 2001, S.462).



2. Fenne

mnd. venne, ven, vēn, f., n., „mit Gras oder Röhricht bewachsenes Sumpf-, Moorland, sumpfiges Weideland; in Marsch- und Moorgegenden […] mit Gräben umzogenes Weideland, Weidekoppel“; nnd. Fehn, Fenn, n., f., „Fehn, Moor“, nnd. Fenne, f., „abgefriedigtes Stück niedrigen Weidelandes (mit moorigem Untergrund)“ (SCHEUERMANN 1995, S. 118) „ein abgefriedigtes Stück niedrigen Weidelandes (mit moorigem Untergrunde). F. Fehn, afr., agf., schwed., isl. und engl. fen“ (STÜRENBURG 1857, S. 52). „Niedriges Wiesenland mit moorigem Untergrund, was hauptsächlich zum Beweiden benutzt wird […] Afries fenne, fene; wfries. finne; nfries. fehn; nd. vin; mnd. fenne; nld. ven, veene, ags. faen, fen; engl. fen (Sumpf, Moor, Torfland, Marschland)“ ( DOORNKAAT KOOLMAN, 1879-1884, BD 1, S. 437).



Quellen:

Tammena, Manno Peters: Namengebung in Ostfriesland. Personennamen, patronymische Namen. Ursprung, Entwicklung und Niedergang, Norden: Soltau-Kurier-Norden.
Scheuermann, Ulrich: Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte. Melle: Ernst Koth.
Stürenburg, Dirk Heinrich: Ostfriesisches Wörterbuch, Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1972: Schuster.
Doornkaat Koolmann, Jan ten: Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache, Norden: Braams.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 06.01.2016

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