Oll Hamm (Hüllenerfehn)

Ausgewählter Flurname:

Oll Hamm
( Poststruken, Bültstücken )

Gemarkung:

Hüllenerfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Oll Hamm (Hüllenerfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Struktur: zweigliedriges unfestes Kompositum

Deutung: Dieses Flurstück ist eines der ersten Flurstücke, die kultiviert wurden. Es ist durch Gräben eingehegt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Oll

“Mnd. ōlt, olt, nnd. oolt, olt, „alt“. 1. „einen alten Zustand Repräsentierend, schon lange genutzt“; 2. „ehemalig, nicht mehr vorhanden, nicht mehr in Funktion (SCHEUERMANN 1995, S. 138).



2. Hamm

„Mnd. ham, m., „ein (durch Gräben) eingefriedigtes Stück Land in den fries. Landestheilen; auf der Geest, wo die Einfriedigung durch Hecken, Wälle, Knicke etc. geschieht, kamp genannt, das vielleicht ganz dasselbe Wort ist“ (SCHILLER / LÜBBEN 1875-1880, BD 2, S. 182).



Quellen:

Scheuermann, Ulrich: Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte. Melle: Ernst Koth.
Schiller, Karl / Lübben, August: Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bände 1-6, Bremen: Küthmann.


Autor(in):

Wolfgang Albers


Letzte Änderung am: 05.01.2016

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