Nördlicher Untergrund (Halbemond)

Ausgewählter Flurname:

Nördlicher Untergrund


Gemarkung:

Halbemond

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Nördlicher Untergrund (Halbemond)


Erklärung des Flurnamens:

Bei der Moorkultivierung wurde der Torf bis auf den sandigen Untergrund, auch Le(e)gmoor genannt, abgetragen. So bezieht sich der Flurname auf die Lage - nördlich der Halbemonder Straße - und auf die die Bodenbeschaffenheit. Der Flurname weist darauf hin, daß es sich um abgetorftes und zu kultivierendes Land handelte. - "Nördlicher Untergrund" ist ein heute landwirtschaftlich genutztes Gebiet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Untergrund

Als Untergrund, auch Le(e)gmoor genannt, wurde das Hochmoor nach der Abtorfung bezeichnet. Dieser Untergrund wurde mit Dünger bearbeitet und so kultiviert.



Quellen:

de Vries, J. Fr., Focken, Th., Ostfriesland. Land und Volk in Wort und Bild, unveränd. Nachdr. der Ausg. Emden 1881, Wiesbaden 1972, S. 184; Stürenburg, Cirk Heinrich, Nachdr. der Ausg. Aurich 1857, Leer 1996, S. 133.
§11 des Urbarmachungsedikts Friedrich d. Großen vom 22.7.1765 :"Das Leegmoor, oder der Untergrund eines ordentlich abgegrabenen oder ausgekuhlten Torfmoors verbleibt demjenigen, welcher das Moor im Eigenthum hat ..."


Links:

http://www.geodz.com/deu/d/Leegmoor
http://www.geodz.com/deu/d/Fehnkultur
http://www.rhaude.de/umland/westrhauderfehn/urbarmachungsedikt.htm

Autor(in):

Almuth Heinze-Joost


Letzte Änderung am: 05.02.2017

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