Hamm Meer (Hatshausen)

Ausgewählter Flurname:

Hamm Meer


Gemarkung:

Hatshausen

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Hamm Meer (Hatshausen)


Erklärung des Flurnamens:

Das Hamm Meer ist ein Flachmoorsee, der in der Camp´schen Karte um 1800 mit einer Größe von ca. 16 ha angegeben wird. Es liegt, ebenso wie die anderen Meere in der Fehntjer-Tief-Nierderung. Es hat jedoch keine direkte Verbindung zu den anderen Gewässern und somit keinen Ablauf. Die Papen´sche Karte um 1860 verzeichnet eine Größe von ca. 10 ha Wasserfläche. Durch die fortlaufende Entwässerung verkleinerte sich die Wasseroberfläche um das Jahr 1900 auf lediglich 4 ha. Der topographischen Karte von 1960 sind für dieses Gewässer weiterhin noch 4 ha zu entnehmen. Heute ist die Wasseroberfläche fast vollständig mit Schilf und Röhricht zugewachsen.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hamm

"eine Wiese od. ein Stück Grün- od. Weide-Land, welches nicht wie ein kamp, mit Wällen, sondern mit Gräben abgegrenzt u. eingefriedigt ist."



2. Meer

niederd. meer, Land- oder Binnen-See, stehendes Wasser im Gegensatz zu sê (Weltmeer, flutendes Wasser); aber auch: Sumpf, Moor; Hinweis auf einen verlandeten oder trocken gelegten See; Plural: Meerten



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 21
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 136; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 592
Janssen, Theodor; in: Gewässerkunde Ostfriesland, S. 319
Dorfchronik "Ayenwolde und Hatshausen - Zwei alte Dörfer im Wandel der Zeit", S. 40


Autor(in):

Torsten Manssen


Letzte Änderung am: 30.03.2011

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