Hatshauser Upstreeken (Hatshausen)

Ausgewählter Flurname:

Hatshauser Upstreeken
( Mannacker, Hatshuser Upstreeken )

Gemarkung:

Hatshausen

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Hatshauser Upstreeken (Hatshausen)


Erklärung des Flurnamens:

Eine typische Form der mittelalterlichen Moorkultivierung. An diesen Ländereien kann man, sowohl in Hatshausen wie auch in Ayenwolde, die Ursprünge und Entwicklung der Besiedlung sehr gut ablesen.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Upstreeken

Aufstreckungen; Vom Rand eines Moorgebietes ausgehendes, meist von Entwässerungsgräben begrenztes Flurstück, das nach dem Aufstreckungsrecht von einem Kolonisten zur eigenen Nutzung und Besitznahme so weit in das Moor hinein erschlossen werden konnte, bis es auf eine Grenze (Wasserlauf, Weg, Aufstreckung eines anderen Siedlers) stieß. Aufstreckungen wurden lediglich ihrer Breite nach vermessen, während die Längserstreckung so weit unbegrenzt blieb wie Moor zur Kultivierung vorhanden war.



Quellen:

Wassermann, Ekkehard, Aufstreckungsiedlungen in Ostfriesland. Ein Beitrag zur Erforschung der mittelalterlichen Moorkolonisation, Aurich 1985, S. 39, 42


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/ortschronisten/Ortsartikel/HOO_Hatshausen_Ayenwolde_N1_A_P.pdf
http://www.rhaude.de/umland/westrhauderfehn/urbarmachungsedikt.htm

Autor(in):

Torsten Manssen


Letzte Änderung am: 08.02.2018

Projektpartner