Heidhörn (Hesel (Friedeburg))

Ausgewählter Flurname:

Heidhörn


Gemarkung:

Hesel (Friedeburg)

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Heidhörn (Hesel (Friedeburg))


Erklärung des Flurnamens:

Der Heseler Ortsteil Heidhörn liegt im Flächendelta Alter Postweg / Jackenbarger Weg. Südlich bildet der Schlagbaumweg die Begrenzung. Heidhörn bildet somit den Winkel zwischen dem Jackenbarger Weg, dem Schlagbaumweg und dem Alten Postweg. Der Name verweist auf
den sandigen Untergrund, das unkultivierte Land und die spitz zulaufende Form des Heidestücks.
Das frühere Heidegebiet wurde etwa ab 1770 mit wenigen Hausstellen besiedelt. Eine Besonderheit ist hier der Wohnplatz „Hohe Heide“ gegenüber der Einmündung des Heidhörner Weges in den Schlagbaumweg; diese älteste Warfstelle außerhalb des Dorfkerns wird um 1640 erstmals erwähnt (OSB Reepsholt Nr. 3056).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Heid

mnd. heide, „Heide“; "dürres, sandiges, unfruchtbares, unbebautes, wild u. wüst liegendes, meist mit Haidekraut bewachsenes Land; ebenes, unbebautes und unfruchtbares Land“



2. Hörn

mnd. hōrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 56
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127


Autor(in):

Mathilde Bogena


Letzte Änderung am: 10.08.2017

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