Hissenhausen (Hesel (Friedeburg))

Ausgewählter Flurname:

Hissenhausen


Gemarkung:

Hesel (Friedeburg)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Hissenhausen (Hesel (Friedeburg))


Erklärung des Flurnamens:

Ortsteil an der Heseler Hauptstraße zwischen Eibenhausen und Kollhörn
mit der Bedeutung „Wohnplatz des Hisse“. Für Hesel gibt es Hinweise auf mehrere mittelalterliche „Häuptlingsburgen“, die sich parallel zur östlichen Gemarkungsgrenze bzw. zum Friedeburger Tief reihen. Überlieferte Namen
wie Eibenhusen, Hissenhusen, Kluthusen deuten durch Zusammensetzung eines männlichen Rufnamen mit „hus“ auf jeweilige Besitzer dieser
befestigten Steinhäuser hin, die häufig als Borg oder Börg bezeichnet
wurden. Der Begriff „Hissenhausen“ (für das Jahr 1742 belegt, OSB
Reepsholt S. 169) war früher kaum gebräuchlich, die Heseler nannten den Ortsteil noch um 1900 „Barg“ bzw. „Up’n Barg“ (s. Flurnamen Barger Weg, Barger Kamp und Kamp bei der Börg).
(Quelle: Chronik Hesel, M. Bogena, Hesel 2009.)


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hisse

männl. Rufname, belegt erstmals 15. Jahrhundert



Quellen:

Tammena, Manno Peters, Namengebung in Ostfriesland, Norden 2009, S. 448


Autor(in):

Mathilde Bogena


Letzte Änderung am: 31.10.2015

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