Tammoor Acker (Hesel (Friedeburg))

Ausgewählter Flurname:

Tammoor Acker
( Dreiunddreißig Ackers auf der Gaste )

Gemarkung:

Hesel (Friedeburg)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Tammoor Acker (Hesel (Friedeburg))


Erklärung des Flurnamens:

Tammoor Acker bezeichnet einen durch Plaggendüngung entstandenen Acker als Teil der Heseler Gaste mit Höhenwerten von sechs bis acht Metern über NN am Schlagbaumweg innerhalb der Flur „Tamm Moor“.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Tam

"Tammen", als Familienname in Hesel belegt.



2. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



3. Acker

mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



Quellen:

StAA Rep 237 1636.
Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Mathilde Bogena


Letzte Änderung am: 10.11.2015

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