An der Kloster Barther Grenze (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

An der Kloster Barther Grenze


Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

An der Kloster Barther Grenze (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

"An der Kloster Barther Grenze" bezeichnet Meeden, die 7,5 m über NN südlich des Waldes des Klosters Barthe an der Grenze zum Vorwerk Hasselt liegen.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kloster

lat. claustrum, nnd. klôster, „Kloster, abgeschlossenes festes Haus, worin Mönche und Nonnen abgeschieden von der Welt leben“"; „oft Hinweis auf Klosterbesitz (Vorwerke); manchmal (scherzhafter) Hinweis auf eine einsame Lage“



2. Barthe

Vermutlich bezogen auf "Birgithi", weitere Bezeichnungen: 1380 "in Bertha", 1475 "Monachi in Berthe", 1645 "Barte", 1719 "Closter Barthe", wahrscheinlich eine Ableitung von "Berg" mit der Bedeutung "Hügelgebiet".



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 280; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 266
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 30
Weßels, Paul, Barthe - Beiträge zur Geschichte des ostfriesischen Geestortes Hesel, Norden 1997, S. 29


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 27.12.2015

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