Kleinhesel (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

Kleinhesel


Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Kleinhesel (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

Kleinhesel ist eine 1809 als "Vorwerker Moor" des Heseler Johannitervorwerks angelegte Siedlung. Anfangs wurde sie Ludwigsfehn oder "Loodewijcks Veen" (StAA, Rep 12, 2732) genannt, als während der holländischen Besatzungszeit der Prinz Napoleon Ludewig zu Holland das Departement Oost- Vriesland beherrschte. Zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation wurden 1884 143 ha Torfmoor an 32 Kolonisten aus Kleinhesel und Kiefeld verkauft. 1834 kam es zur Gründung einer Nebenschule. Im Jahr 2011 gehört Kleinhesel zur Samtgemeinde Hesel, Kr. Leer und liegt etwa 15 km südwestlich von Hesel entfernt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hesel

"Erstmalig erwähnt wurde der Ort als „Hasla“ im 10. Jahrhundert. Die Schreibung „Holse“ von 1319 scheint wohl einen Schreibfehler zu beinhalten. 1474 wurde die Bezeichnung „Hessele“ dokumentiert. Der heutige Name wird seit 1719 verwendet. In einer Statistik von 1848 wird das Dorf auch als „Heesel“ bezeichnet. Der Siedlungsname ist aus einem altfriesischen Wortbestandteil mit der Bedeutung „Hasel“ und „Gehölz“ gebildet worden und bedeutet „Haselwald“."



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 100; Weßels, Paul, Hesel - Beiträge zur Geschichte des ostfriesischen Geestortes Hesel, Weener 1998, S. 206f


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Hesel_Leer.pdf

Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 03.01.2016

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