Kloster Heidfeld (Hesel (Hesel))

Ausgewählter Flurname:

Kloster Heidfeld


Gemarkung:

Hesel (Hesel)

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Kloster Heidfeld (Hesel (Hesel))


Erklärung des Flurnamens:

Kloster Heidfeld bezeichnet ein mit Heide bewachsenes Flurstück, das einst im Besitz des Klosters Barthe war.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kloster

lat. claustrum, nnd. klôster, „Kloster, abgeschlossenes festes Haus, worin Mönche und Nonnen abgeschieden von der Welt leben“"; „oft Hinweis auf Klosterbesitz (Vorwerke); manchmal (scherzhafter) Hinweis auf eine einsame Lage“



2. Heid

mnd. heide, „Heide“; "dürres, sandiges, unfruchtbares, unbebautes, wild u. wüst liegendes, meist mit Haidekraut bewachsenes Land; ebenes, unbebautes und unfruchtbares Land“



3. feld

mnd. velt, n., (das freie, offene) Feld“; nnd. Feld, „Feld, Ackerland, abgeteilte (kleinere) Ackerfläche, Beet, offene Gemarkung, die (bebaute und/oder unbebaute) Flur“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 280; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 266
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 56
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 229; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 118


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 29.12.2015

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